Rundgang

 

 

Die Wandmalereien an der Fassade des Schützenmuseums, sowie in der Treppenhalle stammen vom Berner Kunstmaler Friedrich Traffelet (1897-1954). In der Eingangshalle befindet sich der geschnitzte Archivschrank des Kantonal Bernischen Schützenvereins von 1899/1900, ein Meisterstück der Schnitzlerschule Brienz. Der Treppenaufgang zeigt die Entwicklung vom Pfeilbogen zur Armbrust und diejenige der Feuerwaffen vom Handrohr bis zum modernen Sturmgewehr.

Diese Ausstellungsstücke vermitteln einen Querschnitt über die gängigsten Ordonanz-Waffen der Schweizer Armee, die auch von privaten Schützen an Schützenfesten verwendet wurden.

In der Ehrenhalle im 1. Obergeschoss steht die Figur des 24-fachen Weltmeisters und Olympia-Siegers 300/50m Konrad Stäheli, St. Gallen (1866 – 1931). Seine Resultate an internationalen Wettkämpfen sind bis anhin unübertroffen. Auch vom jungen Weltmeister Marcel Bürge (1972), der 2002 in Lathi (Finnland) seinen Titel geholt hat. Diese zwei Schützen in der originalen „Montur“ veranschaulichen die Wandlung in der Sportbekleidung und dem dazu gehörenden Schiesssportgerät. Die Figur von Marcel Bürge trägt die originale Aufmachung, mit der er an der Weltmeisterschaft in Lathi teilgenommen hat. Das weibliche Pendant zu Marcel Bürge ist Andrea Brühlmann (1984) mit ihrer Sportausrüstung. 

Eine Kuriosität ist das Sturmgewehr Mod. 57, das um die Ecke schiesst. Es handelt sich um eine Spezialanfertigung und wurde für den Film „auf krummen Touren“ konzipiert. Es funktioniert tatsächlich.

In den Tischvitrinen im Grossen Saal sind Musketen mit wunderbar eingelegten Arbeiten aus Knochen und Horn zur Schau gestellt. Die Älteste stammt aus dem Jahr 1564. Andere Waffen zeugen von der sehr hohen Qualität der Berner Büchsenmacherkunst um das 18. Jahrhundert von Franz Ulrich und Christian Schenk. In einer weiteren Vitrine befinden sich kostbare Waffen, die als Ehrengaben an Eidg. Schützenfesten abgegeben wurden.

Weiter wird im Grossen Saal wird die Entwicklung der Eidgenössischen Schützenfeste von 1824 bis heute gezeigt. Im hinteren Teil des Saales liegen die Münzen und Taler aller Eidg. Schützenfeste auf. Besonders eindrücklich ist das grosse Schiffsmodell, das die Bremerhavener Schützenfreunde am 3. Juli 1859 als Gabe für das Eidgenössische Schützenfest in Zürich gespendet haben.

Zu den wichtigsten Exponaten gehört zweifelsohne der grosse Silber-Pokal, den König Wilhelm III. (1817-1890) der Niederlande als Geschenk an das Eidgenössische Schützenfest in Lausanne 1876 anfertigen liess. Er ist 12 kg schwer und vier Arbeiter haben während eines ganzen Jahres daran gearbeitet. In derselben Vitrine steht der silbervergoldete Pokal, eine Ehrengabe des Deutschen Kaisers Wilhelm II. (1859-1941) an das Eidgenössische Schützenfest in Bern 1910.

Für die wertvollen Schützen-Taschenuhren ist ebenfalls eine eigene Vitrine vorhanden. Ein Prachtexemplar ist ausserdem in der Vitrine des Eidgenössischen Schützenfestes in Lausanne 1836 zu bewundern. Sie gilt als erste und zugleich allerschönste Schützen-Taschenuhr (in Gold mit Originaletui), die je an einem Eidgenössischen Schützenfest abgegeben wurde. Sie ist ein Werk der Uhrenmacherschule in La Chaux-de-Fonds. Auf dem Deckel der Uhr befinden sich alle Kantonswappen sowie Tell’s-Apfelschuss.

Längs der Treppe vom 1. zum 2. Obergeschoss befindet sich die typologische Waffensammlung von Dr. Günther, Freiburg i.B. An der Decke sind einige Fahnen zu sehen, die verschiedene Vereine und Verbände dem Schützenmuseum in Obhut gegeben haben.

Im Saal des 2. Obergeschosses befinden sich die Vitrinen der Kantone Aargau bis Zürich, in alphabetischer Reihenfolge.

In der Wandvitrine und der Sechseckvitrine sind Preise aus Mannschaftswettkämpfen unserer Internationalen vereinigt. So auch das Fell des Bären (AMEKO), der der Schweizer Mannschaft im Jahr 1937 in Helsinki in lebendiger Form als Preis überreicht wurde.

In den Vitrinen des Mittelganges befinden sich Gaben und Schenkungen von bekannten Schützen, die ihre Sammlungen dem Schützenmuseum vermacht haben. Zu bestaunen ist auch die Sammlung der Familie Perret-Bourquin aus Neuenburg, die aus fünf Schützengenerationen stammt.

Aus dem Besitze der Scharfschützen Bern erstrahlt an der Südwand ein Glanzstück eines geschnitzten Fahnenschrankes aus dem 19. Jahrhundert.

Eine Attraktion – vor allem für die jüngeren Besucher – ist die alte Original „Kleider Frey Schiessanlage“, die auf Anfrage immer noch benutzt werden kann.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

 

Aktuell

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Raummiete

Unser Sitzungszimmer hat Platz für bis zu 14 Personen und kann auf Anfrage für CHF 50.00 / h gemietet werden.

 

Öffnungszeiten

Dienstag – Samstag:
14–17 Uhr

Sonntag:
10–12 Uhr, 14–17 Uhr

Montag: geschlossen

Der Eintritt ins Museum ist frei.

 

 

 

 

 

Eine Hommage an ausgewählte ehemalige Spitzenschützen.
Diese sind u.a.: Otto Horber, Fritz Kuchen, Karl Zimmermann, Walter Lienhard, Emil Grünig, Dr. Rudolf und
Dr. Willy Schnyder, Konrad Stäheli, Rolf Beutler…